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"Kinder sind die Hoffnung der Welt!"   
 

 

Time-out


Ein geregelter Unterricht ist nur möglich, wenn ein respektvolles Miteinander zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen herrscht. Lernen ist nicht möglich, wenn Probleme im Raum stehen.

Wenn das Klassenklima stark gestört ist und Schülerinnen und Schüler deshalb dauerhaft unter Stress geraten, wird ein regulärer Unterricht zunehmend schwieriger. Manchmal sind Probleme so gravierend, dass ein Zurückfinden in einen geordneten Rahmen der Regelklasse ohne professionelle Hilfe nicht mehr möglich ist.

In solch festgefahrenen Situationen kann es notwendig werden, dass einzelne Schülerinnen und Schüler vorübergehend aus dem Klassenverband dispensiert und im Rahmen eines Time-outs betreut werden müssen.

Im Hinblick auf die Beschulung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens ist gemäss UN-Konvention das Ziel, eine Inklusion anzustreben und zu realisieren. Das heisst, eine Dispensierung ist nur dann sinnvoll und zielführend, wenn eine Re-Integration des Kindes in die Regelklasse möglich ist.

Das Time-Out ist eine sonderpädagogische Massnahme für den Kindergarten, die Primar- und Sekundarstufe und wird als erweitertes Angebot der integrativen Förderung verstanden. Es ist notwendig, eine konkrete Arbeitsvereinbarung zu treffen.

 

Das Time-out kann insbesondere in folgenden Bereichen unterstützend wirken:


Umgang mit Menschen (Sozial- und Verhaltenskompetenz)
Umgang mit Anforderungen (z. B. Motivation, Aufgabenverbundenheit, Steuerung des eigenen Verhaltens, Umgang mit Gefühlen wie Freude und Frustration)
allgemeines Lernen (z. B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Lern- und Problemlösestrategien)
Schulwechsel/Schulfindung – (Zeitüberbrückung bis zum Finden einer neuen, geeigneten Schule)

 

Im Hafen sind Schiffe am besten aufgehoben – dafür hat man sie aber nicht gebaut.


Das Förderzentrum der Birchler Tagesschule kann Schüler für ein Time-out bis maximal drei Monate aufnehmen und betreuen.

Wir geben den Kindern Raum, für eine begrenzte Zeit in einem ruhigen und strukturierten Umfeld ihre Ressourcen zu stärken und ihre individuelle Persönlichkeit weiterzuentwickeln, um anschliessend gestärkt in den Alltag zurückzukehren.

Es finden neben der klassischen Beschulung und Betreuung in schwierigen Phasen auch Beratungsgespräche statt. Wir sind lösungsorientiert, wir konzentrieren uns auf den einzelnen Schüler in einer angenehmen Atmosphäre. Wir lassen dem Schüler Zeit und Raum, sich auf Veränderungen einzustellen und bemühen uns, den Eltern sowie Erziehungsberechtigten ein ehrlicher und kompetenter Ansprechpartner zu sein. In Krisenzeiten greifen wir auf unsere langjährige Erfahrung zurück und handeln mit viel Gefühl und Wertschätzung.

 

Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.


Die Arbeit während des Time-outs zielt vorwiegend auf die sozio-emotionale Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen ab. Im geschützten Rahmen einzeln oder in der Kleingruppe werden fehlende Handlungskompetenzen im Arbeits- und Sozialverhalten festgestellt, analysiert, gegebenenfalls neu vermittelt und trainiert.

Das Hauptziel der multiprofessionellen Arbeit (Heilpädagogin, Lerntherapeutin, Kinder- und Jugendpsychologin sowie Fachlehrpersonen) besteht darin, das Kind schrittweise in den normalen Schulalltag zu re-integrieren, um später soziale und auch berufliche Integration zu ermöglichen. Das Wichtigste an unserer Arbeit ist der Aufbau einer positiven zwischenmenschlichen Beziehung, über die wir dann schrittweise zum „normalen“ Unterricht gelangen können. Nur in einer tragfähigen Beziehung, die durch Ehrlichkeit und einem wertschätzenden, respektvollen Umgang geprägt ist, können Unterricht und Lernen gelingen.

Klare Strukturen, Regeln, Tagesabläufe und Grenzen zu schaffen, liegt genauso in unserem Arbeitsspektrum wie das Gestalten von sozialen Lerneinheiten. Intensive Gespräche begleiten uns täglich. Soziales Fehlverhalten analysieren wir gemeinsam mit den Kindern. Mit Hilfe von positiven Verstärkern unterstützen wir unsere Schüler beim Erlernen eines angemessenen Umgangs miteinander. Wir fördern eigenverantwortliches Handeln. Hilfestellungen bei der Berufsorientierung zählen wir ebenso zu unseren Aufgaben, da sich einige unserer Schüler bereits am Ende ihrer Schulpflicht befinden.

Wesentlich ist auch der Aufbau eines stabilen Arbeitsverhaltens. Die Schüler sollen lernen, Arbeitsaufträge konzentriert auszuführen – das Lernverhalten und die Lernzeiten werden sukzessive aufgebaut und erweitert.

Die an der Schule tätigen Pädagoginnen bemühen sich, eine Atmosphäre des Wohlfühlens zu schaffen, in der sich jedes Kind individuell angenommen fühlt. Wichtige Elemente im pädagogischen Alltag sind die Stärkung des Selbstbewusstseins, die Ausweitung der Sozialkompetenzen und das Erlernen und Festigen der Kulturtechniken sowie des Lernstoffes. Mit Motivation, Lob und Humor kann auf kognitiver und sozial-emotionaler Ebene dazugelernt werden.

Deshalb liegt ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit darin, die Lehrpersonen der jeweiligen Regelklassen bei der Vermittlung des Lehrstoffes zu unterstützen. Neben der Erarbeitung schulischer Inhalte sind das Erlernen und Ausweiten sozialer Kompetenzen sowie das Erlernen des Umgangs mit Konflikten wichtige Bereiche des Schullalltages. Wir versuchen, den Kindern und Jugendlichen mit viel Geduld und Konsequenz individuell sowohl Lernstoff als auch Respekt und Ehrlichkeit zu vermitteln. Der Umgang miteinander wird täglich aufs Neue im geschützten Time-out-Umfeld ausprobiert und vorgelebt.

Neben der kognitiven, motorischen und sprachlichen Förderung, sind die Verbesserung der Emotionskontrolle und gewaltfreie Kommunikation wichtige Lernbereiche im Time-out. Je nach individuellen Interessen gibt es bei uns auch die Möglichkeit, eigene Projekte umzusetzen (zum Beispiel Pflanzen züchten, den Raum dekorieren, Konstruktions- und Regelspiele spielen, Outdoor-Aktivitäten u.v.m.). Unsere Räumlichkeiten sind grosszügig, ruhig und freundlich angelegt und können daher optimal als Unterrichtsräume mit Ruhe- und Bewegungszonen genutzt werden.  

Wir nehmen die Sorgen und Probleme der Kinder ernst. Eine sozialpädagogisch kompetente Begleitung erachten wir als wichtig und realisieren diese. Zusätzlich zu unseren fachlichen Qualifikationen und einem reichhaltigen Erfahrungsschatz ist Supervision eine unserer Arbeitstechniken.

Selbstverständlich stehen wir beratend allen Eltern sowie Erziehungsberechtigten zur Verfügung.

 

Beziehung ist nicht alles, aber ohne Beziehung ist alles nichts.


Kinder im Time-out benötigen eine besonders einfühlsame Art der Zuwendung. Für eine Zeitlang dem Klassenlärm entfliehen, die Arbeiten in einem ruhigen Raum erledigen - alleine oder in der Kleingruppe, ein vertrauliches Vier-Augengespräch führen, zur Ruhe kommen oder auch einfach mal nur gemeinsam lachen.

All dies und noch mehr ist im Förderzentrum BPT möglich. Neben Unterricht, sozialen Stunden, die das Gemeinschaftsgefühl fördern, sowie Entspannungs-, Bewegungseinheiten oder auch in kreativen Bastel- oder Malstunden versuchen wir, den Kindern einen geschützten, stabilen Raum zu bieten, in dem sie wachsen und zu sich selbst finden können.

Ein intensiver Austausch mit allen Betreuungspersonen ist für uns sehr wichtig, da es hilft, die Kinder in diesen schwierigen Situationen besser verstehen zu können.


Zuhören – verstehen – gemeinsam lachen oder traurige Momente teilen – ruhig werden – Ruhe finden – eine Beziehung entstehen lassen – sie pflegen, sodass Vertrauen in sich selbst entstehen kann.



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